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Checkliste: Faires Praktikum

© Darko Novakovic - FOTOLIA
Praktika bieten die Chance, sich früh beruflich zu orientieren. Sie unterstützen dabei, den passenden Beruf zu finden. Sie geben Studenten die Möglichkeit, erste Berufserfahrung zu sammeln und die erworbene Theorie in der Praxis anzuwenden. Sie sind im Idealfall ein Geben und Nehmen: Das Unternehmen profitiert von jungen, motivierten Nachwuchskräften mit pfiffigen Ideen oder neuen Perspektiven und der/die Praktikant/in sammelt Berufserfahrung und hat den Fuß in der Tür des vielleicht zukünftigen Arbeitgebers. Praktika ersetzen allerdings keine Berufsausbildung!

Erfüllt ein Praktikum folgende Kriterien, ist es ein gutes -ein qualifiziertes- Praktikum und kein Kostensenkungsfaktor des Unternehmens, das sparen will, indem es Vollzeitstellen durch Praktikantenstellen ersetzt:

1. Es wird ein Vertrag geschlossen, in dem folgende Punkte geregelt sind: Dauer, Lernziele des Praktikums, Betreuer/in, Vergütung, Zugriff auf einen Arbeitsplatz, Urlaub, Krankheitsregelungen

2. Mit Beginn des Praktikums wird der/die Praktikant/in über seine/ihre Rechte (bspw. Zuständigkeiten des Betriebsrates, Arbeits- und Ruhezeiten) und Pflichten(bspw. Verschwiegenheit, Weisungsgebundenheit) informiert.

3. Der/Die Praktikant/in erhält eine leistungsgerechte Vergütung, mit Ausnahme der Schülerpraktika.

4. Das Praktikum dauert in der Regel drei, maximal sechs, Monate.

5. Der/Die Praktikant/in erhält eine fundierte Einführung und lernt im Laufe seines/ihres Praktikums mehrere Aufgabenbereiche kennen.

6. Dem/der Praktikant/in steht ein/e Betreuer/in zur Seite.

7. Im Verlauf eines Praktikums wäre es wünschenswert, wenn dem/der Praktikant/in die Teilnahme an geeigneten BildungsMaßnahmen geboten wird. Denkbar wären hier Workshops oder Kurz-Seminare, die von dem Praktikumsunternehmen oder einer außerbetrieblichen Organisation angeboten werden.

8. Eine Substituierung von Vollzeitstellen durch Praktikanten, vermeintliche Volontäre, Hospitanten o.ä. darf nicht stattfinden. Das Praktikum dient vornehmlich zur beruflichen Orientierung während der Ausbildungsphase, nicht zur Kostensenkung des Unternehmens.

9. Praktikanten sollen nicht mit der vagen Aussicht auf eine anschließende Vollzeitstelle angelockt werden.

10. Nach Abschluss der Ausbildung hat der/die Praktikant/in Anspruch auf ein Zeugnis, das von der/dem Betreuer und/oder von der Geschäftsführung/der Personalleitung unterschrieben ist. Das Zeugnis muss Angaben über Art, Dauer, Inhalt und Ziel der Ausbildung sowie über die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse des/der Praktikant/in enthalten. Auf Verlangen des/der Praktikanten/in sind auch Angaben über besondere fachliche Fertigkeiten aufzunehmen.

11. Nach Halbzeit soll der/die Praktikant/in in einem persönlichen Gespräch von dem/der Teamvorgesetzten oder Betreuer/in beurteilt werden. Spätestens hier sollte klar gemacht werden, ob Aussichten auf eine Übernahme bestehen oder nicht.




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