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Fragen und Antworten

Weitere häufig gestellte Fragen nach Kategorien findest du hier

Sollte ein Praktikumsvertrag geschlossen werden?

© Ewe Degiampietro - FOTOLIA
Auf jeden Fall sollte ein Vertrag abgeschlossen werden, in dem Dauer, Lernziele des Praktikums, Betreuer/in, Vergütung, Zugriff auf einen Arbeitsplatz und Urlaub geregelt werden. Das ist nicht nur wichtig, damit beide Seiten über Rechte und Pflichten im Klaren sind, sondern auch, um eine spätere befristete Anstellung im selben Unternehmen nicht zu gefährden. Wird im Praktikumsvertrag nicht geregelt, dass das Praktikum hauptsächlich dem Sammeln von Erfahrung bzw. Erlernen und Aneignen von Fähigkeiten dient, zählt es als befristete Anstellung im Sinne des Teilzeit- und Befristungsgesetzes. Dieses besagt, dass ein Unternehmen ein und dieselbe Person nicht mehrfach befristet anstellen dürfen - es sei denn, es liegt ein Sachgrund im Sinne des Gesetzes vor, zum Beispiel, dass die erste befristete Anstellung, das Praktikum, hauptsächlich zu Ausbildungszwecken diente.

Bewerbe ich mich besser schriftlich, per E-Mail, online oder anderweitig?
Das kommt sehr auf die Firma an. Meist ist es jedoch noch zu empfehlen, sich schriftlich, per Post zu bewerben - sofern nichts anderes in der Stellenausschreibung genannt und kein Online-Formular auf der Webseite zu finden ist.

Darf ein Arbeitgeber Praktikanten/innen nur zum Kopieren und Kaffeekochen einstellen?
Dürfen? Rein rechtlich gesehen ist das meistens in Ordnung - moralisch nicht, denn dir selbst wird das wenig nutzen. Das Praktikum ist eigentlich dazu da, um in einen Beruf "reinzuschnuppern". Sollte es trotzdem passieren, dass du nur zum Praktikantendreikampf Kuschen, Kopieren und Kaffeekochen eingestellt wurdest, solltest du das Gespräch zu deinem Betreuer oder Vorgesetzten suchen und deine Unzufriedenheit äußern. Sollte das Gespräch nicht fruchten, solltest du das Praktikum abbrechen.

Hat man als Praktikant/-in Anspruch auf Urlaub?
Da das Praktikum meist kürzer als sechs Monate ist, hat man als Praktikant/-in in der Regel keinen Anspruch auf Urlaub. Es ist aber zu berücksichtigen, dass auch bei kürzeren Beschäftigungszeiten Urlaubsanwartschaften entstehen, die dann regelmäßig abzugelten sind - aber auch nur dann, wenn das Praktikantenverhältnis einem Arbeitsverhältnis entspricht. Da der Zweck eines Praktikums aber der Erwerb beruflicher Fertigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen ist, besteht kein Urlaubsanspruch. Oft wird das aber nicht so eng gesehen: Bei wirklich triftigen Gründen gibt der Chef schon mal einen oder zwei Tage frei.
In Firmen, die Vollzeitstellen durch Praktikantenstellen substituieren und der Lerneffekt beim Praktikum nicht im Vordergrund steht, hat der Praktikanten den üblichen Anspruch auf Urlaub(-sanawartschaften).
Ausnahme: Praktikant/Praktikantin ist nicht volljährig. Dann greift das Jugendarbeitsschutzgesetz:
JArbSchG Paragraf 19 Urlaub
(1) Der Arbeitgeber hat Jugendlichen für jedes Kalenderjahr einen bezahlten Erholungsurlaub zu gewähren.
(2) Der Urlaub beträgt jährlich
mindestens 30 Werktage, wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 16 Jahre alt ist,
mindestens 27 Werktage, wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 17 Jahre alt ist,
mindestens 25 Werktage, wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 18 Jahre alt ist.

Ist ein Praktikum ein "Hintertürchen" zu einer Festanstellung?
Schwierig zu sagen. Das hängt zum sehr großen Teil von der jeweiligen Firma ab. Es gibt (leider) genauso Praktikantenzirkusse wie es Firmen gibt, die Praktikantenprogramme fahren, um Nachwuchskräfte von morgen an sich zu binden. Und: Besonders schlimm sind schwarze Schafe, die Praktikanten mit einer Aussicht auf eine Festanstellung locken und sie nach Absolvieren des Praktikums fallen lassen wie eine heiße Kartoffel. Auch solche Firmen gibt es. Pauschalisierend kann auf diese Frage also nicht geantwortet werden.

Kann ich ein Praktikum nur in Kombination mit einem Studium absolvieren?
Nein. Für Schüler beispielsweise gibt es das Schulpraktikum. Abiturienten/Abiturientinnen werden oft sehr gerne genommen. Es gibt jedoch viele Firmen, die für ein Betriebspraktikum ein abgeschlossenes Grundstudium und mehr voraussetzen. Unter Umständen kann es helfen, in diesen Fällen anzufragen, ob auch Bewerber ohne Grundstudium aber mit einem Abschluss (Abitur) und viel Erfahrung, oder mit speziellen Qualifikationen eine Chance auf die Stelle haben. Es lohnt sich, erst telefonisch nachzufragen und nicht auf gut Glück eine Bewerbung abzuschicken! Einige Firmen bieten Praktikantenstellen auch nur Absolventen bestimmter Schulen (z.B. Journalistenschulen) bzw. Universitäten an...

Muss es in einem Unternehmen einen/eine Praktikantenbetreuer/in geben?
Grundsätzlich nicht. Es sollte jedoch jemanden geben, der Praktikanten in ihre Tätigkeiten einweisen kann. Das muss nicht immer ein und die gleiche Person sein. So kann beispielsweise ein Redakteur, der ausschließlich im lokalen Bereich tätig ist, Tipps geben, was für die Arbeit in diesem Ressort wichtig ist. Ein Redakteur aus dem Ressort Wirtschaft weist den/die Praktikanten/Praktikantin dann in "seinen" Bereich ein. Falls während des Praktikums Fragen aufkommen, sollten diese unbedingt gestellt werden - und dafür wäre es schön, wenn es eine zentrale Anlaufstelle für den Praktikanten gibt. Ein gutes Praktikum erkennt man nämlich z.B. daran, dass es einen Praktikumsbetreuer gibt, der Fragen beantwortet, sich kümmert und Feedback auf die erledigten Arbeiten des Praktikanten gibt. Dabei geht es natürlich nicht darum, dass diese/r Betreuer/in die Praktikanten-Mami spielt.

Tipps zum Praktikum:
1. Interessante Arbeit kommt nicht von alleine. Immer fragen, was es zu erledigen gibt und äußern, was man gerne machen würde.
2. Hat eine bestimmte Arbeit besonders gefallen, sollte man dieses auch äußern! 3. Nur wer lernen will lernt auch was.
4. Unter den Mitarbeiter umhören, wenn man sich für den Beruf interessiert. Nach dem Werdegang fragen, nach der Tätigkeit des Mitarbeiters erkundigen.
4. Die Tätigkeit muss nicht nach acht Stunden enden, weil alle Arbeit erledigt ist! 5. Auf alle Tätigkeiten ein Feedback geben lassen! Hat der/die Zuständige keine Zeit, entweder später nochmals kontaktieren, oder Kollegen fragen.
6. Stellt man fest, überlastet zu sein und nicht sehr viel zu lernen, unbedingt Kontakt mit dem/der Stellenverantwortlichen bzw. mit dem/der Betreuer/in aufnehmen. Falls keine Besserung in Sicht, neues Praktikum suchen... Das Gleiche gilt, wenn man nur als "Kopierkraft" eingestellt wird: erst das Gespräch suchen, wenn das nicht hilft, nach einem neuen Praktikum suchen!

Was darf in meinem Praktikumszeugnis stehen, was nicht?
Grundsätzlich darf in einem Zeugnis (egal in welchem) nie eine "schlechte", dem Zeugnisempfänger schadende Bemerkung stehen. Bei einem Praktikum ist es üblich, eine Bestätigung (in der steht, dass der Zeugnisempfänger das Praktikum absolviert hat und welche Tätigkeiten erledigt wurden)und ein Praktikumszeugnis (in dem steht, wie er seine Arbeit erledigt hat) ausgestellt zu bekommen. Da diese ganze Prozedur meist durch das Personalwesen zu erledigen ist, dauert es oft 1-2 Wochen, bis man das Zeugnis per Post bekommt. Von scheinbar wohlwollenden und positiven Formulierungen sollten sich Arbeitnehmer nicht täuschen lassen. Sollten in einem Zeugnis Bemerkungen enthalten sein, die der Zeugnisempfänger nicht wünscht, so kann er die Streichung der Bemerkung fordern, jedoch natürlich keine änderung dieser Bemerkung.

Was ist ein Praktikum?
Das Praktikum ist eine vorübergehende oder befristete praktische Tätigkeit z.B. von Studenten oder Schülern bzw. Schulabgängern in Betrieben, die zur Ausbildung oder Berufsfindung beziehungsweise -orientierung gehört oder Voraussetzung einer Ausbildung beziehungsweise eines Studiums ist. Vor allem in Studiengängen, die nicht auf einen Beruf hinführen, sind Praktika in verschiedenen Bereichen unerlässlich. Sie erlauben es Studenten, in bestimmte Berufsfelder hineinzuschnuppern und helfen herauszufinden, welche berufliche Richtung sie einmal einschlagen wollen. Auch wertvolle Schlüsselqualifikationen (oft "soft-skills" genannt) wie Rhetorik oder soziale Kompetenz können hierbei erworben werden. Neben der puren Berufspraxis bietet ein Praktikum die Möglichkeit, Arbeitsabläufe (oft auch als "Work-flow" bezeichnet) in Firmen oder Betrieben kennen zu lernen. Zusätzlich ist es eine gute Gelegenheit, ein Netzwerk aufzubauen (neu-deutsch: "networking" zu betreiben) und Kontakte zu knüpfen, die sich nach dem Studien-, Schul-, oder allgemein dem Ausbildungsabschluss als nützlich erweisen können. Berufserfahrungen zu sammeln, "networking" zu betreiben, Arbeitsabläufe kennen zu lernen oder Schlüsselqualifikationen zu erwerben ist alles schön und gut - vorher sollte man sich aber im Klaren darüber sein, welche Praktikumsarten es gibt und was bei diesen zu beachten ist.

Was ist ein Schulpraktikum?
Ein Schulpraktikum ist, wie der Name vermuten lässt ein Praktikum für Schüler. Einige Firmen schreiben solche Stellen aus. Diese Praktika dauern meist zwei oder auch vier Wochen und werden meist in den Schulferien absolviert. Ist ein solches Praktikum von der Schule vorgeschrieben und findet es während der Schulzeit statt, verlangen die meisten Betriebe eine Bestätigung der Schule.

Was mache ich, wenn ich krank bin?
Im Krankheitsfall gilt für Praktikanten wie Angestellte: Krankmeldung am ersten Tag des Fernbleibens. Am dritten Tag sollte ein ärztliches Attest vorgewiesen werden.

Wie bewerbe ich mich richtig?
Einige Tipps: 1. Nennen Sie Ihren Namen konsequent (nicht einmal Hans E. Zimmer, und einmal Hans Zimmer. Entscheiden Sie sich für eine Version!)
2. Schreibfehler beim Namen der Zielperson vermeiden!
3. Lassen Sie den Betreff nicht weg. Formulieren Sie Ihn so kurz und prägnant wie möglich. Beispiel: Bewerbung Redaktionspraktikum
4. Zum Aufbau Ihrer Bewerbung: Nach der Anrede sollte ein kurzer Bezug zur Stellenausschreibung hergestellt werden. Begründen Sie kurz, warum Sie denken, dass Sie der/die Richtige für den Job sind. Stellen Sie sich kurz vor. Nennen Sie aber dabei aber nur die wichtigsten Stationen Ihres Lebenslaufs! Schachtelsätze sind hier meist verpönt! Sie sollten in einem Satz nur eine, höchstens zwei Aussagen treffen. Zum Schluss erwähnen Sie vielleicht noch, dass Sie sich über ein Vorstellungsgespräch freuen würden! Als Anlagen sollten Lebenslauf, Lichtbild und Zeugnis(se) beiliegen.
5. Sie sollten in Ihrer Bewerbung auf keinen Fall lügen, um so bessere Chancen zu erlangen!

Wie lange dauert ein Praktikum?
Dies ist mit der Firma auszuhandeln, wenn nichts genaues in einem Stellenangebot zu lesen ist. Generell solltest du darauf achten, dass ein Praktikum nicht länger als drei Monate dauert (Ausnahmefall: max. 6 Monate). Dauert das Praktikum länger, ist es nicht unwahrscheinlich, dass mit dem Praktikum eine Vollzeitstelle ersetzt werden soll- und das sollte nicht der Sinn eines Praktikums sein.

Wie lange vor dem gewünschten Praktikumstermin soll ich mich bewerben?
Das ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Bei großen Firmen ist es ratsam, sich einige Monate oder schon ein Jahr vor dem gewünschten Termin zu bewerben.

Wie sind die Arbeitszeiten geregelt?
Die betriebliche tägliche Ausbildungszeit richtet sich nach der betrieblichen Arbeitszeit, wobei das Arbeitszeitgesetz nicht verletzt werden darf. Sprich: Die werktägliche Arbeitszeit darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden. Die Gefahr, dass diese Zeiten aber doch überschritten werden, existiert nicht nur in der Medienbranche - besonders im Hinblick auf die Substituierung von Vollzeitstellen durch Praktikanten. Dazu kommt: Journalistische Praktikanten dürfen auch an Sonn- und Feiertagen arbeiten.
So kann es leider durchaus passieren, dass ein Praktikant in einer Nachrichtenagentur eine 50-Stunden-Woche (oder mehr) hat. In diesem Fall sollte unbedingt das Gespräch mit dem Vorgesetzten oder Praktikumsbetreuer gesucht werden. Im Schlimmsten Fall heißt es aber kündigen, denn: Das Praktikum ist eine Orientierungshilfe während der Ausbildungsphase - kein Kostensenkungsfaktor des Unternehmers.
Ausnahmen gibt es, wenn der Praktikant/die Praktikantin noch nicht volljährig ist. Hier greift das Jugendarbeitschutzgesetz
Zitat (JArbSchG Paragraf 8 Absatz 1&2):
Paragraf 8 Dauer der Arbeitszeit
(1) Jugendliche dürfen nicht mehr als acht Stunden täglich und nicht mehr als 40 Stunden wöchentlich beschäftigt werden. (2) Wenn in Verbindung mit Feiertagen an Werktagen nicht gearbeitet wird, damit die Beschäftigten eine längere zusammenhängende Freizeit haben, so darf die ausfallende Arbeitszeit auf die Werktage von fünf zusammenhängenden, die Ausfalltage einschließenden Wochen nur dergestalt verteilt werden, dass die Wochenarbeitszeit im Durchschnitt dieser fünf Wochen 40 Stunden nicht überschreitet. Die tägliche Arbeitszeit darf hierbei achteinhalb Stunden nicht überschreiten.
Paragraf 15 Jugendliche dürfen nur an fünf Tagen in der Woche beschäftigt werden. Die beiden wöchentlichen Ruhetage sollen nach Möglichkeit aufeinander folgen.
Ruhepausen
Hier greift das Arbeitszeitgesetz (Paragraf4):
Die Arbeit ist durch im voraus feststehende Ruhepausen von mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs bis zu neun Stunden und 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden insgesamt zu unterbrechen. Die Ruhepausen können in Zeitabschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden. Länger als sechs Stunden hintereinander dürfen Arbeitnehmer nicht ohne Ruhepause beschäftigt werden.
Ausnahme: Praktikant/Praktikantin ist unter 18: JArbSchG:
Paragraf 11 Ruhepausen, Aufenthaltsräume
(1) Jugendlichen müssen im voraus feststehende Ruhepausen von angemessener Dauer gewährt werden. Die Ruhepausen müssen mindestens betragen
30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als viereinhalb bis zu sechs Stunden, 60 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden.
Als Ruhepause gilt nur eine Arbeitsunterbrechung von mindestens 15 Minuten.
(2) Die Ruhepausen müssen in angemessener zeitlicher Lage gewährt werden, frühestens eine Stunde nach Beginn und spätestens eine Stunde vor Ende der Arbeitszeit. Länger als viereinhalb Stunden hintereinander dürfen Jugendliche nicht ohne Ruhepause beschäftigt werden.
(3) Der Aufenthalt während der Ruhepausen in Arbeitsräumen darf den Jugendlichen nur gestattet werden, wenn die Arbeit in diesen Räumen während dieser Zeit eingestellt ist und auch sonst die notwendige Erholung nicht beeinträchtigt wird.

Wie viel verdient man als Praktikant/-in?
Manche Firmen zahlen gar nichts. Sie argumentieren, dass beim Praktikum die Erfahrung und der Lerneffekt im Vordergrund steht und das Lohn genug ist oder aber sie nutzen den Praktikanten aus, um Vollzeitstellen zu ersetzen. Viele Unternehmen zahlen Praktikanten einen Lohn zwischen 200 und 800 Euro im Monat, denn sie arbeiten ja auch für das Unternehmen. Bei Gehältern von 1000 Euro und mehr ist Vorsicht geboten. Hier scheint nicht der Lerneffekt im Vordergrund zu stehen, sondern die billige Arbeitskraft.


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