Im August 2002 absolvierte ich ein Praktikum bei der Nachrichtenagentur airmotion in München. Die Kernkompetenz der Firma liegt in der Produktion eines SMS-Nachrichtendienstes von Sport über Politik bis hin zu Wirtschaft, Entertainment und Jugendthemen. Hauptabnehmer und Kunden sind yahoo, freenet, O2 und vodafone.
In den vier Wochen war ich hauptsächlich dafür zuständig, Meldungen aus dem "Entertainment"-Bereich zu schreiben, die dann auf yahoo.de veröffentlicht wurden. Dazu recherchierte ich sehr intensiv auf Englisch-sprachigen Internet-Seiten, um möglichst aktuelle Meldungen produzieren zu können. Das große Ziel war, schneller zu sein, als die Konkurrenz (dpa, Reuters, BRAVO, WHOW.DE etc.). Nachdem ich mich zügig an den Job gewöhnte und er mir sehr viel Spaß bereitete, gelang es immer öfter, dieses Ziel zu erreichen.
Täglich wurde ich dafür eingesetzt, Wirschafts-Meldungen für das Internet zu schreiben. Jede News umfasste 1200 Zeichen und handelte von einem der top-aktuellsten Geschehnisse in der Wirtschaftsbranche. Ansonsten gehörte es zu meinen Aufgaben, Meldungen aus den verschiedensten Themenbereichen zu verfassen, die dann als SMS verschickt wurden. Oft fiel es einem schwer, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Aber bei 140 Zeichen kann man nicht groß ausschmücken, denn komplizierte Sachverhalte wollten auf kleinstem Platz dargestellt werden. Dass ich dies schnell beherrschte, verdanke ich natürlich meinem Chef und auch den hilfsbereiten Mitpraktikanten und Volontären. Besonders aufgefallen ist mir das sehr gute Arbeitsklima in der Redaktion. Da sich anfängliche Schwierigkeiten umgehend legten, wurde ich an Wochenenden und Abenden eigenverantwortlich eingesetzt. Mein großes Engagement für die Firma ermöglichte eine freie Mitarbeit bei airmotion. Ich konnte sehr viel hinzulernen, u.a. das Formulieren für Nachrichtenagenturen. Spaß bereitete auch, zu erfahren, wie stressig es in dieser Branche manchmal zugehen kann: Zum Beispiel beim Tickern von Fußballspielen, v.a. wenn man nebenbei auch noch die Nachrichtenlage außerhalb des Fußballstadions im Auge behalten musste.
Wenn ich dann abends aus der Redaktion herauskam, konnte ich manchmal die Zeitungen der S-Bahn-Insassen gar nicht mehr sehen. Viel öfter jedoch grinste ich in mich hinein, da die ein oder andere Meldung schon komplett überholt war... An meinem letzten Tag wurde mir angeboten, nach dem Abitur weiter für die Firma zu arbeiten.
Ich empfehle jedem, der sich für das Tagesgeschehen interessiert und wissen will, wie der Arbeitsablauf in einer Nachrichtenagentur aussieht, ein Praktikum bei airmotion zu absolvieren.
Bewerbungen können Sie an den Redaktionsleiter, Herrn Alexander Bestle, schicken (Mail)!