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Rezensionen II

Wolf Schneider,Paul- Josef Rauhe

Handbuch des Journalismus

Warum die Gesellschaft bessere Journalisten braucht, was diese können sollten und vieles mehr erzählt dieses Buch. Es informiert über Nachrichtenagenturen und deren Arbeitsweise, über Pressekonferenzen, über die eigene Recherche und wie man diese organisiert. Aber auch wie man eine Nachricht schreibt, was überhaupt eine Nachricht ist, wie man Interviews vorbereitet und "ausführt", weiß das umfangreiche Handbuch. Kurz und gut: Dieses Handbuch ist ein rundum informierendes Buch für Berufseinsteiger. Zwar ist es ziemlich sachlich und damit etwas trocken gehalten, trotzdem bietet es gleich viele Informationen wie der Klassiker "Einführung in den praktischen Journalismus". Das Buch ist im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen.
Bestellen können Sie es hier.

Hubert Burda - Der Medienfürst

von Gisela Freisinger, Campus-Verlag, 2005

Hubert Burda ist ein sehr erfolgreicher Unternehmer. Seine Eltern: Franz Burda, alias "Der Senator" und Aenne Burda. Hubert Burda, der jüngste von drei Söhnen, tritt in Vaters Fußstapfen. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg: vom fünften Rad am "Burda-Wagen" zum Medienfürsten mit einem Nettovermögen von zwei Milliarden Dollar (2004).

Hubert Burda studierte zunächst Soziologie und Kunstgeschichte. Vater "Senator" möchte ihn mit fünf Millionen Mark "Abfindung" aus dem Geschäft haben. Hubert Burda stellt sich aber auf die Hinterfüße: Der Senator setzt ihn mit seinen 26 Lenzen als Chefredakteur einer der Burda-Zeitschriften ein. Sein nächstes Projekt: Das Männer-Magazin "M". Es erschien 12 Mal. Dann aber hob er mit Markwort "Focus" aus der Taufe und kletterte auf der Karriereleiter hoch.

Gisela Freisingers Buch "Der Medienfürst" (Campus Verlag) erzählt die ungewöhnliche Geschichte von Dr. Hubert Burda auf eine lockere, freche, teils etwas spöttische und kiritsch-distanzierte Art und gerät dabei nie unter die Gürtellinie. Die sehr gute Schreibe und eine umfangreiche und ergiebige Recherche, deren Ergebnisse geschickt in den Text eingabaut werden, ermöglichen den Lesern, sich ein Bild des Medienfürsten zu machen. Die durchweg "bunte" und abwechslungsreiche Biografie lässt einen schmunzeln, grübeln, überraschen und am Leben Burdas teilhaben - ohne dass es dem Leser langweilig wird. Ein sehr gelungenes Buch, ganz im Stil der anderen Unternehmer-Biografien des Campus-Verlags - allerdings frecher geschrieben.
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