Rezensionen V
Wolfgang Zehrt: Hörfunk-Nachrichten
Eine Rezension unseres freien Mitarbeiters Felix Scheidl
Hörfunknachrichten sind seit etwa 80 Jahren wohl eine der wichtigsten Informationsquellen für die weltweit. Heute haben sich die Nachrichten bereits ihren Hörern angepasst: Für das ältere Zielpublikum gibt es klassische Nachrichten ohne Toneinspielungen; für das junge Publikum die „Newsshow“ mit schneller, lockerer Moderation und vielen Einspielungen. Die goldene Mitte zwischen den beiden Formaten sind O-Ton-Nachrichten mit einzelnen Berichten.
Wie der Redakteur welche Sendung gestalten muss und wie man überhaupt eine Nachrichtenmeldung schreibt, erklärt Wolfgang Zehrt in dem Buch Hörfunknachrichten. Auch für lokale Radiosender gibt er Tipps für eine Hörerfreundliche Nachrichtensendung und erklärt einige Studien, die sich mit den Hörfunknachrichten weltweit beschäftigten. Im Buchdeckel findet sich außerdem eine CD mit einigen Hörbeispielen aus der Praxis.
Der Autor erklärt sehr ausführlich und verständlich den Weg zu einer hörerfreundlichen Meldung. Doch nicht immer sollte man sich laut Zehrt an den klassischen Aufbau nach dem Schema „F“ richten; also das wichtigste in den ersten Satz – den so genannten Lead – zu packen: Denn „wenn der Lead nicht verstanden wird oder schlichtweg langweilt, schaltet der Hörer – zumindest geistig – ab.“
Das Buch zeigt auf, wie eine Hörfunkmeldung und –Sendung gestaltet werden muss, damit der Hörer nicht nur Bahnhof versteht. Dabei bleibt Zehrt nicht theoretisch: Passende, anschauliche Beispiele machen das Erklärte verständlich und sorgen für Spaß am Lesen. Außerdem kann der Leser das Gelernte wiederholen und selbst ausprobieren, ob er denn eine vernünftige Meldung zu Papier gebracht hätte.
Auf der Bonus-CD gibt es die Beispielmeldungen zu hören – gesprochen von Profis. Die Leser können so vergleichen, wie sich eine geschriebene Meldung im Radio eigentlich anhört. Radiomachen allein aus einem Buch zu lernen, ist schließlich nicht möglich.
Ein Muss für jeden angehenden Radiojournalisten, der sich mit dem Themenbereich Nachrichten befassen will; ein gut leserliches und informatives Buch für alle Jungjournalisten, die aktiv Radio machen.
UVK Verlagsgesellschaft – 268 Seiten – 24,90 Euro
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Online- Journalismus
Schreiben und Gestalten für das Internet *****
von Gabriele Hooffacker
Nicht nur die zentrale Frage "Wie wird man Online-Journalist" und die damit zusammenhängenden Gebiete, wie Ausbildung und Weiterbildung werden in dem Buch "Online-Journalismus Schreiben und Gestalten für das Internet" von Gabriele Hooffacker beantwortet.
Auch was ein Online-Journalist technisch "drauf haben" muss, wie man eine Community organisiert, wer Content liefert, was ein Redaktionssystem ist, wie man für ein Online-Magazin schreibt und konzipiert wird sehr gut und einfach verständlich geschildert.
Das praktische Handbuch enthält pragmatische Definitionen und einen Überblick über das gesamte Tätigkeitsgebiet, die Stilformen und Formate des Mediums, das Berufsbild und die Arbeitsfelder des Onlinejournalisten.
Es eignet sich besonders für Einsteiger, ist aber auch für Profis zu empfehlen.
Die Internet-Site zum Buch bietet schönaufbereitete Beispiele und aktuelle Ergänzungen.
Das Buch ist 2001 im List Verlag München erschienen. Der Herausgeber ist Walther von La Roche ("Einführung in den praktischen Journalismus"). Es umfasst 254 Seiten und kostet 18,90 EUR (36,96 DM).
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Website zum Buch: http://www.onlinejournalismus.org
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