PlanetPraktika- Informationsportal für Einsteiger in die Medienbranche
   
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Helmut Markwort Stefan Aust Werner Sonne Gerold Hug
H. Ohligschläger Carsten Buchholz Harald Kuck Wolfgang Aigner
M. Matting Helge Denker Dr. Wengenroth Peter Kleim
Nicola  Schmidt Dr. Viedebantt Ulli Tückmantel W. von La Roche
Michael Wulf Reinhold Beckmann Susanne Breit-Keßler Jan Mainka
Peter Hahne Nevfel Cumart Wolf von Lojewski Andreas Heimann
Prof. Dr. Christoph Fasel Nina Bott Mathias Müller von Blumencron Peter Kloeppel
Dr. Gabriele Hooffacker Prof. Dr. Frank Brettschneider Timm Klotzek
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Helmut Markwort ist Vorstandsmitglied der Hubert Burda Media Holding GmbH & Co. KG entwickelt und etablierte das Magazin und den Markennamen FOCUS. Seit 1993 ist er Chefredakteur und Geschäftsführer von FOCUS. Seit 1996 ist er Geschäftsführer von FOCUS Online und FOCUS TV und seit 2000 Herausgeber des Wirtschaftsmagazins FOCUS Money sowie Vorsitzender im Aufsichtsrat der TOMORROW FOCUS AG.


Planetpraktika: Sie sind Chefredakteur und Geschäftsführer von FOCUS, Geschäftsführer von FOCUS Online und FOCUS TV, Herausgeber von FOCUS Money und Vorsitzender im Aufsichtsrat der TOMORROW FOCUS AG... Wie gehen Sie mit diesen vielen Aufgaben um?

Markwort: Ich erledige meine Arbeit. Sicherlich habe ich mehr zu tun als einige andere, jedoch gibt es da schon Unterschiede bezüglich des Zeitaufwandes: Als Geschäftsführer und Chefredakteur des Nachrichten-Magazins FOCUS habe ich mehr zu tun als als Herausgeber von FOCUS Money. Hauptsächlich bin ich Journalist. Natürlich habe ich auch Grundlagen im kaufmännischen Bereich erlernt, aber diese muss heute jeder Chefredakteur haben. Sicherlich bleibt mir auf Grund der vielen Aufgaben wenig Zeit, die ich privat nutzen kann.

Planetpraktika: Aus dem breitgefächerten Spektrum an Aufgaben möchte ich eine Branche, nämlich die Internetbranche, herausgreifen. Welche journalistischen Unterschiede gibt es zwischen dem Online- und dem Printbereich?

Markwort: Da gibt es sicherlich viele Unterschiede in der Präsentation und der Qualität. Leider ist es im Internet momentan so, dass vieles ohne Nennung des Urhebers, des Autors verbreitet wird. Der User kann oft nicht unterscheiden, welche Nachrichten der Wahrheit entsprechen, welche seriös sind und welche nicht. Deshalb müssen sich die bekannten, seriösen Onlinedienste, hinter denen meistens große Verlage stecken, deutlich abheben.

Planetpraktika: Welche Chancen oder welche Zukunft sehen Sie nach den vielen "Pleiten" in dieser Branche?

Markwort: Es herrschte in der Vergangenheit eine Goldgräber-Stimmung, die nach und nach verschwinden wird. Einige Firmen werden mit Sicherheit noch Konkurs anmelden. Das Internet wird nicht sterben, die User werden weiter surfen, jedoch wird sich in dieser Branche die Spreu vom Weizen trennen. Letztlich werden wenige, seriöse, kommerzielle Medien übrig bleiben.

Planetpraktika: Was würden Sie einem jungen Kollegen, der gerade mit seiner Karriere beginnt, mit auf den Weg geben?

Markwort: Er sollte möglichst viel lernen: Sprachen, Betriebswirtschaft, Jura (oder beides). Er sollte versuchen, Erfahrungen im Ausland zu sammeln und sich somit gut auf das Berufsleben vorbereiten. Die Ansprüche im Journalismus werden stetig höher. Denke ich beispielsweise an die Genforschung, so muss der Journalist ja ständig auf dem neuesten Stand sein... Er sollte natürlich die klassischen Eigenschaften eines Journalisten haben: neugierig, schreiblustig, flexibel, und so weiter.

Planetpraktika: Wie hat sich die Medien-Branche hinsichtlich der Einstiegsmöglichkeiten verändert, wenn Sie die Situation als Sie als Journalist angefangen haben mit der heutigen vergleichen?

Markwort: Heute verlangen ja viele Medien ein abgeschlossenes Studium. Das war früher nicht so. Es ist also mit Sicherheit schwieriger geworden, in den Beruf einzusteigen. Das hängt vielleicht auch damit zusammen, dass auf den Beruf Journalist ein starker Run zu beobachten ist und der Beruf zum Trendberuf geworden ist. Was sich gegenüber früher auch verändert hat, ist der weibliche Anteil der Bewerber. Wenn ich mir die Bewerbungen für ein Volontariat ansehe, so ist ein Prozentsatz von 60-70% der Bewerber weiblich.

Planetpraktika: Was halten Sie von einem journalistischen Praktikum?

Markwort: Von einem Praktikum halte ich viel. Jedoch ist es sehr schwierig, an ein solches zu kommen. Wer sich zum Beispiel bei uns für ein Praktikum bewirbt, ohne journalistische Erfahrungen gemacht zu haben, hat keine Chance. Bei FOCUS ist eine breite Ausbildung Voraussetzung für ein Praktikum. Wünschenswert wäre, wenn der oder die Bewerber/in schon Erfahrungen bei verschiedensten Ressorts der Tageszeitung gemacht hätte, oder schon mal für eine Radio- oder TV-Station tätig war, da das Nachrichtenmagazin schon sehr speziell ist. Man sollte sich als Bewerber schon Gedanken darüber gemacht haben, in welche Sparte man möchte.

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