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Helmut Markwort Stefan Aust Werner Sonne Gerold Hug
H. Ohligschläger Carsten Buchholz Harald Kuck Wolfgang Aigner
M. Matting Helge Denker Dr. Wengenroth Peter Kleim
Nicola  Schmidt Dr. Viedebantt Ulli Tückmantel W. von La Roche
Michael Wulf Reinhold Beckmann Susanne Breit-Keßler Jan Mainka
Peter Hahne Nevfel Cumart Wolf von Lojewski Andreas Heimann
Prof. Dr. Christoph Fasel Nina Bott Mathias Müller von Blumencron Peter Kloeppel
Dr. Gabriele Hooffacker Prof. Dr. Frank Brettschneider Timm Klotzek
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Planetpraktika: Was erwarten Sie von einem jungen Kollegen, der sich beim FOCUS bewirbt?

Markwort: Neben der oben erwähnten Erfahrung sollte ein Bewerber eine gute Ausbildung vorweisen können (Abitur, abgeschlossenes Hochschulstudium...). Am liebsten wäre es mir, wenn der Bewerber gleich eine fertige, oder nahezu druckreife Geschichte mitbringt. Der Bewerber zeigt damit, dass er sich mit dem Medium, bei dem er sich bewirbt auseinandergesetzt hat und sich mit dessen (Schreib-)Stil beschäftigt hat.

Planetpraktika: Die Zeitungs- oder insgesamt die Medien-Landschaft konzentriert sich zunehmend auf einige große Verlage. Sehen Sie die Gefahr einer Einschränkung der Meinungsvielfalt?

Markwort: Da gilt es zunächst einmal zu unterscheiden. Hinter den Zeitschriften stehen ungefähr fünf bis sechs große Verlage. Bei den Zeitungen ist die Gefahr einer Mono-Struktur gegeben. So gibt es in den meisten Städten nur eine Zeitung oder zwei, die aber vom gleichen Verlag herausgegeben werden. Eine Konkurrenz lässt sich nicht einfach aus dem Boden stampfen. Dort ist es besonders wichtig, dass die Journalisten Kräfte von Außen berücksichtigen. Ein Verlag muss, gerade hier, auch die Meinung von Personen wiedergeben, die nicht der eigenen entspricht, sonst besteht tatsächlich die Gefahr einer Einschränkung der Meinungsvielfalt.
Im Fernsehen ist es aber am schlimmsten. Dort haben wir ein Duopol: Zum einen die Bertelsmann-Verlagsgruppe, zum anderen Kirch (Anm. der Redaktion: heute mittlerweile der Axel Springer Verlag). Natürlich sind da noch die öffentlich-rechtlichen Sender, aber im Großen und Ganzen existiert hier ein Duopol. Da ist die Gefahr einer Einschränkung der Meinungsvielfalt meines Erachtens am bedrohlichsten.

Planetpraktika: Hatten Sie, als Sie als Journalist angefangen haben, eine andere Einstellung zum Beruf als heute?

Markwort: Natürlich ist man am Anfang immer etwas naiver. Ich habe wahnsinnig viel dazu gelernt und tue dies auch heute noch. Ich habe ja bei Zeitschriften, Illustrierten gearbeitet (als Journalist, Geschäftsführer, Chefredakteur und Herausgeber), einen Radio-Sender gegründet und vieles mehr. Ich hatte nie gedacht, dass ich so schnell vorangehen würde. Ich kenne den Beruf nun von vielen Gesichtspunkten aus. Als Volontär konnte ich diese Erfahrungen kaum haben, sodass ich gegenüber früher sehr, sehr viel dazugelernt habe... und man soll mit dem Lernen nie aufhören.

Planetpraktika: Im FOCUS Nr. 38 vom 15. September 2000, schrieben Sie im "Tagebuch", dass Sie die USA-Berichterstattung auf 80 Seiten ausgedehnt haben, aber nicht alles korrigiert werden konnte. Weiter schrieben Sie: "Lieber mit Fehlern erscheinen, als nie." Dass gerade Sie, der "Erfinder" des Slogans "FAKTEN, FAKTEN, FAKTEN." diese Zeilen veröffentlichten, verwunderte mich etwas. Sahen Sie in diesem Fall nicht die Gefahr, das Magazin könnte an Image verlieren?

Markwort: Für diese Frage bin ich Ihnen sehr dankbar. Ich hätte nicht gedacht, dass meine Äußerungen von einigen so verstanden wurden. Die Situation war folgende: Aufgrund der Attentate wollten wir schon samstags erscheinen, und nicht, wie gewöhnlich, montags. Nun waren alle Artikel bereits von Mitgliedern der Chefredaktion gelesen und redigiert, die Fakten wurden bereits überprüft. Die Artikel mussten nun noch in die Schlussredaktion, die diese dann auf Rechtschreibung, Kommata usw. prüft. Ein Schwung der Seiten konnte jedoch nicht mehr schlussredigiert werden, da wir sonst überhaupt nicht hätten erscheinen können. Sehen Sie, wenn jemand einen Artikel für den FOCUS schreibt, so geht dieser erst in die sogenannte "Dokumentation", die ihn auf die Richtigkeit der Fakten überprüft. Danach wird er vom zuständigen Ressortleiter gelesen, und geht dann an die Chefredaktion. Die letzte Stufe ist die Schlussredaktion, die den Artikel dann eben auf Rechtschreibfehler oder Kommata prüft. Somit wurden auch in diesem Falle alle Fakten überprüft, lediglich einige kleine Orthografie- und Zeichensetzungsfehler können übersehen worden sein.

Planetpraktika: Herr Markwort, vielen Dank für das Interview!

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