Der Autor war Internet-Redakteur (Fachredakteur) bei der ComputerBild- Redaktion in München und ist nun für FOCUS tätig.
Fachredakteur: Quereinsteiger sind gern gesehen
Während man zum Tageszeitungs-Journalismus wohl eher über den Weg Praktika -> Studium -> Volontariat kommt, ist der Weg zum Redakteur bei einer Fachzeitschrift oft etwas überraschender. Zwar haben Fachredakteure auch fast immer ein Studium absolviert (z.B. Naturwissenschaften), aber dann ihr Hobby zum Beruf gemacht. Was man dazu mitbringen sollte: Ein Gefühl für
die deutsche Sprache UND das nötige Fachwissen. Journalistische Vorkenntnisse schaden natürlich nicht - also beispielsweise durch vorherige Arbeit als "Freier" erworben. So lief es auch bei mir: Kurz vor Abschluss meines Physikstudiums suchte die Zeitschrift "PCgo!" einen Redakteur. Kurz entschlossen bewarb ich mich - und bekam den Job, noch bevor ich das
Physik-Diplom in der Hand hielt.
Tipp: Gerade kleinere Verlage mit ihren Spezial-Zeitschriften sind oft eine
gute Einstiegsplattform für Uni-Absolventen mit breitem Fachwissen. Allerdings ist man dort, was das journalistische Handwerkszeug betrifft, oft auf sich gestellt und sollte sich selbst um Weiterbildung kümmern -
Presserecht usw. "Richtige" Journalisten trifft man in den Fach-Redaktionen kaum - dafür aber Chemiker, Physiker, Biologen, Maschinenbau-Ingenieure,Informatiker usw. Mit ein, zwei Jahren Praxiserfahrung hat man dann auch in größeren Verlagen gute Chancen.