EYECATCHER
Eyecatcher sind eine Methode, das Auge des Lesers auf der Seite zu fesseln.Als Eyecatcher werden besonders große Elemente bezeichnet, die den Leser fast "anspringen". Sie werden meist in die rechte obere Ecke (wohin der Blick ja zuerst fällt) gesetzt. Das ist aber nicht zwingend.
Richtungen beachten!
Fotos, Linien und andere Gestaltungsmittel haben immer eine Richtung. Bei Fotos fällt dies besonders auf, denn die abgebildeten Menschen schauen immer in irgendeine Richtung. Diese Richtungen und gedachten Bewegungen/Linien können fürs Layout prima genutzt werden. Denn auch hier gilt: den Leser zum Artikel hinführen. So ist es z.B. viel effektvoller, wenn jemand in die Doppelseite "hinein" schaut als wenn der aus der Seite blickt. Der Leser geht der Blickrichtung mit dem Auge nach und blättert um, weil der Blick aus der Seite heraus zeigt.
WIEDERERKENNEN
...ist dem Leser wichtig!
Wie bereits erwähnt, will der Leser verwöhnt werden, indem er ohne Schwierigkeiten jede Ausgabe seiner Zeitung und jeden Artikel in seiner Zeitung als solches identifizieren kann. Ein einfaches Mittel, dies innerhalb der Ausgabe zu bewerkstelligen, ist das Henne-Küken-Prinzip.
Ein grafische Element oder Foto wird einmal (z.B. als Eyecatcher) groß abgebildet. Auf den nächsten Seiten wird es dann in kleiner oder in abgewandelter Form wiederholt. Das eignet sich besonders für sehr lange Artikel. Soll zum Beispiel ein Interview in ganzer Länge abgedruckt werden, kann zu Beginn ein Foto des Interviewpartners groß gezeigt werden. Auf den nächsten Seiten ist der Interviewte dann immer aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.
Wichtig ist hier: der Leser will Opfer sehen, keine Täter. Ein geschlagenes Kind zieht das Interesse viel mehr auf sich, als das Bild desjenigen, der das Kind geprügelt hat. Mit den richtigen Ausschnitten (das wichtigste groß rausbringen!)und Verfremdungsmöglichkeiten bieten Fotos schier unerschöpfliches Material für ansprechendes Layout. Generell gilt: Fotos müssen gerastert werden. Layoutet ihr am Computer, macht dies das Programm automatisch, klebt ihr euer Layout aber, müssen die Fotos einzeln gerastert werden. Beim Rastern wird das Bild in einzelne Bildpunkte zerlegt.
Grauschattierungen entstehen dann durch unterschiedliche Dichte der Punkte. Das Rastern wird von allen Druckereien (oft gegen Gebühr) übernommen. Über Geschmack kann man streiten, auch bei der Beurteilung eines Layouts. Das wichtigste sind Kreativität und Lesbarkeit. Wenn eine Zeitung ordentlich gestaltet ist, also nicht im Text-Chaos versinkt und die Zielgruppe anspricht - wer soll dann noch sagen "boah, is das schlecht"?